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Flüchtlingssozialdienst in Gemeinschaftsunterkünften

Ansprechpartnerin

Kerstin Schlechtendahl
Teamleitung Migration


Tel: 0761-796 40 41
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Flurstraße 2
79114 Freiburg

Der DRK-Kreisverband Freiburg ist für die soziale Beratung und Betreuung von Geflüchteten in vier Freiburger Gemeinschaftsunterkünften verantwortlich. Die dort lebenden Menschen suchen in Deutschland Schutz vor politischer oder religiöser Verfolgung oder vor bewaffneten Auseinandersetzungen und Gewalt.

In Freiburg gibt es insgesamt 13 Wohnheime für geflüchtete Menschen. Der DRK-Kreisverband Freiburg stellt in vier Wohnheimen den Sozialdienst und ist somit der größte freie Träger im Flüchtlingssozialdienst. Die Wohnheime in der Bissierstraße, der Mooswaldallee, der Tel-Aviv-Yavo-Allee und am Kappler Knoten haben unterschiedliche Kapazitäten. Die Menschen in den Wohnheimen suchen mit ihren Familien oder als Einzelpersonen in Deutschland Schutz vor politischer oder religiöser Verfolgung. Ein kleiner Teil der Geflüchteten befindet sich noch im Asylverfahren, die meisten haben inzwischen aber einen Schutzstatus erhalten und damit verbunden eine Aufenthaltserlaubnis.

  • Zusammenleben auf beengtem Raum

    Das Zusammenleben unterschiedlichster Kulturen auf dem beengten Raum der Wohnheime stellt Bewohnerinnen und Bewohner und Mitarbeitende des Sozialdienstes immer wieder vor große Herausforderungen. Der Arbeit liegt eine parteiliche, ressourcenorientierte und wertschätzende Haltung zugrunde. Diese Grundhaltung begünstigt eine anerkennende Beziehungsgestaltung, die auch psychische Krisen und Einbrüche akzeptiert.

  • Arbeitsschwerpunkte in den Sozialdiensten

    Die Sozialdienste unterstützten die Bewohnerinnen und Bewohner in folgenden Arbeitsschwerpunkten:

    • Vermittlung von Orientierungshilfen im Alltagsleben
    • Beratung in sozial-, asyl- und ausländerrechtlichen Fragen
    • Beratung der Bleibeberechtigten nach abgeschlossenem Asylverfahren auf dem
      Weg zur Integration in die hiesige Gesellschaft
    • Bildungs- und Freizeitangebote (z.B. Sprachunterricht, Kinderspiel- und Bastelgruppen, Begegnungsfeste, Ausflüge, frauen- und männerspezifische Angebote)
    • Partizipationsangebote (z.B. Bewohnerversammlungen)
    • Begleitung in gesundheitlichen Angelegenheiten
    • Berufsorientierung und Eingliederung ins Erwerbsleben
    • Weitervermittlung an psychotherapeutische Fachdienste
    • schulbegleitende Hilfen für Kinder und Jugendliche
    • Gewaltschutz
    • Öffentlichkeitsarbeit und Sozialraumbezug mit dem Ziel, das Wohnheim in  den Stadtteil einzubinden und das wechselseitige Verständnis zwischen den Einheimischen und den ausländischen Bewohnerinnen und Bewohnern vor Ort zu fördern.
  • Wohnheim Bissierstraße

    In dieser Unterkunft ist der DRK-Sozialdienst bereits seit vielen Jahren tätig. Die Belegungszahl wurde seit 2018 von zuletzt über 400 Personen auf inzwischen rund 200 reduziert.

    Das Team des Sozialdienstes, bestehend aus drei Kolleginnen und Kollegen, berät die Bewohnerinnen und Bewohner zu allen Fragen der Alltagsbewältigung mit dem Ziel, sie sukzessive in die Selbstständigkeit zu begleiten. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch immer die Frage nach Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten. In Kooperation mit dem Projektverbund Arbeit und Ausbildung können diese Themen bearbeitet werden. Einen weiteren wichtigen Schwerpunkt setzt das Projekt „Keep together“, welches gezielte Unterstützungsangebote zur Gewaltprävention für geflüchtete Frauen und andere besonders schutzbedürftige Personen anbietet. Hier werden sowohl Maßnahmen zur Aktivierung und des Empowerment, als auch therapeutisch gestützte Maßnahmen zur Stabilisierung und Stärkung angeboten.
    Für Kinder und Jugendliche in der Unterkunft gibt es diverse Sport- und Freizeitangebote, die vor Ort oder außerhalb der Unterkunft, in Zusammenarbeit mit den Jugendzentren Flash und Chummy stattfinden. In tatkräftiger Zusammenarbeit mit den Bewohnerinnen und Bewohnern konnte eine Bibliothek eingerichtet werden, die ehrenamtlich vom Verein Weitblick Freiburg e. V. geleitet und organisiert wird. Insbesondere Kinder finden dort einen spielerischen Zugang zum Buch, der auch den Erwachsenen gerne angeboten wird. Seit 2021 gibt es einen Bewohner*innenrat, der sich tatkräftig für die Gemeinschaft und die Belange der Bewohnerinnen und Bewohner einsetzt.

    Ansprechpartner:

    Héba Lotfi-Moehr
    Teamleitung
    Bissierstraße 9
    79114 Freiburg
    Telefon: 0761 88184 - 983
    Telefax: 0761 88184 - 984
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    Joscha Zuolkowski
    Telefon: 0761 8818 - 4986
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    Atossa Beheschti Gohar
    Telefon: 88184 - 985
    Eine Emailschreiben

    Christian Müller
    Telefon.: 0761 8975 9207
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  • Wohnheim Kappler Knoten

    Das Wohnheim in Containerbauweise ist seit Oktober 2016 belegt. Das DRK übernimmt  in der Unterkunft für zurzeit rund 200 Bewohnerinnen und Bewohner den Sozialdienst sowie Sprach- und Kulturvermittlung. Im Team des Sozialdienstes arbeiten drei Kolleginnen und Kollegen. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Betreuung und Beratung der Bewohnerinnen und Bewohner, die mit ihren unterschiedlichen Belangen den Dienst aufsuchen. Das Ziel ist eine zunehmende Verselbständigung. Weiterhin organisiert das DRK die Angebote in den vier Sozialräumen in Kooperation mit verschiedenen Partnern. Eine Kollegin des Projektverbunds Baden ist mehrmals pro Woche vor Ort und unterstützt zu Fragen zu Ausbildung, Praktika und Beruf. Darüber hinaus finden regelmäßig Einstufungstest zu den Sprachkenntnissen statt und die Bewohnerinnen und Bewohner werden in DRK-eigene oder andere Sprachkursangebote vermittelt. Das Projekt „Keep together“ ist im Wohnheim mit  Angeboten zum Empowerment vertreten.

    Ansprechpartner*innen:

    Gordon Dresel
    Teamleitung

    Kapplerstraße 80
    79117 Freiburg
    Telefon: 0761 / 69 658 860
    Telefax: 0761 / 69659750
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    Wafa Khalil
    Telefon: 0761 / 69 658 864
    Telefax: 0761 / 69659750
    Eine Email schreiben

    Anne Nöth
    Telefon: 0761 / 69658862
    Telefax: 0761 / 88508 - 266
    Eine Email schreiben

    Elena Hoser
    Telefonl: 0761 / 069658861
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  • Wohnheim Mooswaldallee

    Seit 2014 ist das Containergebäude für Flüchtlinge in der Mooswaldallee im Industriegebiet Nord in Betrieb. Dort und im angeschlossenen Nachbargebäude wohnen rund 75 Personen. Die meisten befinden sich in der Anschlussunterbringung bzw. haben eine Aufenthaltserlaubnis. Das DRK ist vor Ort mit einer Mitarbeiterin tätig. Sie unterstützt die Geflüchteten u.a. in sozial- und ausländerrechtlichen Fragen. Weitere Schwerpunkte der Beratung sind Themen wie Arbeitssuche und Ausbildung, Verbesserung der Deutschkenntnisse, Schule und Wohnungssuche. Es bestehen Kooperationen mit dem DRK-Projekt „Keep together“ sowie StART International für Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

    Ansprechpartnerin:

    Elfriede Dieterle
    Mooswaldallee 10a
    79108 Freiburg
    Telefon: 0761- 5031 2667
    Telefax: 0761 - 5031 2692
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  • Wohnheim Tel-Aviv-Yavo-Allee

    Die Wohncontainer am Dietenbachpark wurden im Sommer 2015 bezogen und bieten Platz für 65 Menschen, inzwischen leben rund 45 Personen dort. Eine Besonderheit der Unterkunft ist die Lage nahe an Park und See. Zwei Kollegen stellen das Team des DRK vor Ort. Im Fokus der Arbeit des Sozialdienstes steht die Befähigung zur Verselbstständigung und Unterstützung bei der Integration der Bewohnerinnen und Bewohnern. Schwerpunktthemen der Arbeit sind Beratung im Asylverfahren, Unterstützung bei der gesundheitlichen Versorgung, Hilfestellungen bei der Entwicklung beruflicher Perspektiven, Unterstützung beim Auszug in eine Wohnung, Kooperation und Netzwerkarbeit mit Institutionen, Beratungsstellen, Projekten und Ehrenamtlichen. Das Projekt „Keep together“ ist mit einem wöchentlichen Kunstatelier vor Ort.

    Ansprechpartner:

    Gordon Dresel
    Teamleitung

    Tel-Aviv-Yavo-Allee 40
    79111 Freiburg
    Telefon: 0761 45 366 468
    Telefax: 0761 45 366 351
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    Wafa Khalil
    Tel-Aviv-Yavo-Allee 40
    79111 Freiburg
    Telefon: 0761 / 69 658 864
    Telefax: 0761 / 69659750
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  • Projekt Männerarbeit im Flüchtlingswohnheim

    Das Projekt nimmt Männer und männliche Heranwachsende in den Fokus. Das Ziel ist, dass sie in ihrer Lebenssituation und in der Aufnahmegesellschaft für sich und für ihre Angehörigen einen Platz finden, der ihnen angemessen erscheint. Sie sollen Möglichkeiten finden, „mitgebrachte“ Werte und die Herausforderungen der Aufnahmegesellschaft miteinander zu verbinden, so dass sie und insbesondere ihre Söhne und Töchter Möglichkeiten haben, hier gut zurecht zu kommen.

    Es wird ein Rahmen geschaffen, in dem die Männer sich öffnen und sich über ihre Ängste und Sorgen sowie mögliche Lösungen und Wege austauschen können. Angebote, in denen Männern die hiesigen Werte und Normen bekannt gemacht wurden, gab und gibt es zuhauf. Die Rechte von Frauen und Kindern sind den Männern daher an sich bekannt und es ist ihnen bewusst, an was „Mann“ sich hier zu halten hat.

    Eine echte interkulturelle Auseinandersetzung mit den damit verbundenen Konfliktlinien gab es bisher aber weniger. Nur wenn diese stattfindet und echte Perspektiven eines Umgangs gefunden werden, können sich Jungen und Männer– und auch Mädchen und Frauen –gut weiter entwickeln auf dem Weg in die Gesellschaft. Dies übernimmt unser Projekt.

    Die Männer treffen sich in regelmäßigen teiloffenen Gruppen. Über Maßnahmen und Angebote entsteht eine offene und vertrauliche Beziehung zwischen den Männern, so dass auch unterschiedliche Positionen geäußert und vertreten werden können. Folgende Themen können z.B. besprochen werden:

    • Wie geht es mir in Deutschland?
    • Was gefällt mir? Was frustriert mich? Was macht mir Sorgen?
    • Was kann ich hier tun, was mich zufrieden macht?
    • Was ist wichtig als Mann? Was ist aus meiner Sicht wichtig für eine Frau?
    • Was ist mir für einen Sohn wichtig? Was für eine Tochter?
    • Was darf ich? Was darf ein Sohn? Was dürfen Mädchen und Frauen?
    • Was gefällt mir an den Rollen, wie ich sie kenne, und was gefällt mir an den Rollen, wie ich sie hier erlebe?
    • Worauf kann und will ich nicht verzichten? Worauf kann ich verzichten?
    • Wie „ticken“ Männer und Frauen hier? Welche guten Vorbilder gibt es hier?
    • Wie gehe ich mit Konflikten um?
    • Mit wem kann ich sprechen? Wo kann ich mir Rat holen?

    Coronabedingt muss das Projekt immer wieder angepasst werden, da Gruppenangebote in den Unterkünften phasenweise nicht erlaubt waren. Angebote werden daher nach draußen verlegt oder finden in Einzelsettings statt. Das gemeinsame Tun bietet oftmals nun den Rahmen für das gemeinsame Sprechen.

    Wir danken der Glücksspirale für die Förderung des Projektes.