Damit dieses System auch in Zukunft leistungsfähig bleibt, sind stabile Strukturen, gut ausgebildetes Personal und eine solide Finanzierung entscheidend. Bund und Länder planen derzeit eine Reform der Notfallversorgung, die auch Auswirkungen auf den Rettungsdienst in Baden-Württemberg haben wird. Ziel ist es, den Rettungsdienst besser auf steigende Einsatzzahlen, komplexere Einsatzlagen und neue Herausforderungen wie Extremwetterereignisse oder großflächige Stromausfälle vorzubereiten.
Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst, ärztlichem Bereitschaftsdienst und Krankenhäusern verbessert und Patientinnen und Patienten stärker in die jeweils passende Versorgungsebene gesteuert werden. Das Deutsche Rote Kreuz begrüßt diesen Ansatz grundsätzlich, fordert jedoch, dass bewährte Strukturen erhalten, ausreichend finanzierte Vorhaltekapazitäten gesichert und die Rolle der Hilfsorganisationen im Rettungsdienst klar gestärkt werden.
Seit mehr als 30 Jahren ist die 112 die europaweit einheitliche Nummer für den Notfall. Im Stadtkreis Freiburg und im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald erreichen alle Notrufe über diese Nummer die Integrierte Leitstelle (ILS) Freiburg. Rund um die Uhr nehmen mehrere Disponentinnen und Disponenten hier die Notrufe entgegen, koordinieren Einsätze und alarmieren die jeweils zuständigen Einsatzkräfte bei Bränden, Unfällen oder medizinischen Notfällen. Betrieben wird die Leitstelle seit 2011 vom DRK-Kreisverband Freiburg in Kooperation mit der Stadt Freiburg und dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald.
„Die 112 ist eine lebenswichtige Nummer. Hinter jedem Anruf stehen Menschen, die schnelle und kompetente Hilfe brauchen“, betont Jochen Hilpert, hauptamtlicher Vorstand des DRK-Kreisverbands Freiburg. Notrufe über die 112 sind kostenlos aus dem Fest- und Mobilfunknetz erreichbar. Moderne Technik wie die automatische Standortübermittlung (AML) unterstützt dabei, Hilfesuchende auch dann zu finden, wenn diese ihren Standort nicht genau benennen können.
Gleichzeitig appelliert das DRK, die 112 ausschließlich für echte Notfälle zu nutzen. Für medizinische Anliegen außerhalb der regulären Sprechzeiten steht die Rufnummer 116 117 zur Verfügung, für Krankentransporte die Nummer 0761/19222.
Hier finden Sie die offizielle Stellungnahme unseres DRK-Generalsekretariats zu der geplanten Reform:
