Ab sofort wird durch zusätzliche Personal- und Fahrzeugressourcen eine kontinuierliche Pausengewährung für die Mitarbeitenden der Rettungswagen sichergestellt, ohne die Einsatzverfügbarkeit zu beeinträchtigen. Ergänzend erfolgt über die Integrierte Leitstelle Freiburg die Zuteilung sogenannter „Hydration Breaks“ für die Besatzungen. Dies stellt einen effektiven und wichtigen Beitrag zur Gewährleistung des Arbeitsschutzes dar.
„Hitze verändert den Einsatzalltag ganz konkret – für Patientinnen und Patienten, aber auch für unsere Einsatzkräfte“, sagt Daniel Hierholzer, Rettungsdienstleiter der Malteser im Bezirk Schwarzwald-Oberrhein. Bereits in den vergangenen Wochen haben die Hilfsorganisationen in Freiburg öffentlich darauf aufmerksam gemacht, welche Herausforderungen Hitze im Rettungsdienst mit sich bringt und wie wichtig gezielte Schutzmaßnahmen sind.
Hohe Temperaturen können bestehende Erkrankungen verschlimmern und führen zu zusätzlichen Notfällen. Besonders gefährdet sind unter anderem ältere Menschen, Kinder oder Personen mit Vorerkrankungen. Gleichzeitig arbeiten Einsatzkräfte oft in Schutzkleidung und unter körperlicher Belastung – ein zusätzlicher Stressfaktor bei Hitze.
Um die Gesundheit der Mitarbeitenden zu sichern, setzen die Organisationen auf eine Reihe konkreter Maßnahmen:
ausreichende Flüssigkeitsversorgung und gekühltes Trinkwasser
gezielte Pausen und Regeneration an kühlen Orten
angepasste Einsatz- und Abläufe bei großer Hitze
Nutzung klimatisierter Fahrzeuge und geeigneter Aufenthaltsräume
frühzeitige Nachalarmierung und Entlastung bei hoher Einsatzdichte
„Gerade bei diesen Temperaturen ist es entscheidend, dass unsere Teams nicht dauerhaft durchfahren, sondern regelmäßig Pausen machen können“, so Andy Kaufmann, Bereichsleiter Rettungsdienst Freiburg beim DRK-Kreisverband Freiburg. „Nur so können wir eine dauerhaft gute Patientenversorgung sicherstellen.“
Bereits unabhängig von der aktuellen Lage beschäftigen sich die Rettungsdienste in Freiburg intensiv mit dem Thema Hitzeschutz der zunehmend ein fester Bestandteil der Einsatzplanung betrachtet wird.
Dazu gehören unter anderem:
Vorbereitung auf Hitzewarnungen und interne Abläufe
Anpassung von Dienst- und Pausenregelungen
technische Maßnahmen zur Kühlung von Fahrzeugen und Räumen
Sensibilisierung der Mitarbeitenden für Warnzeichen und Risiken
Malteser und DRK rufen die Bevölkerung dazu auf, die aktuelle Hitze ernst zu nehmen:
ausreichend trinken
körperliche Anstrengung vermeiden
auf gefährdete Menschen im Umfeld achten
„Hitzeschutz ist nicht nur eine Frage des Rettungsdienstes, sondern eine gemeinsame Aufgabe“, so Jochen Hilpert, Vorstand des DRK-Kreisverbands Freiburg. „Wer sich schützt und auf andere achtet, hilft auch dabei, das System insgesamt zu entlasten.“
