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DRK-Rettungsdienst zieht Bilanz 2017


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Mittwoch, 7. März 2018

In einem Pressegespräch zog der DRK-Rettungsdienst Freiburg am Dienstag ,06.03.2018, eine Bilanz seiner Arbeit im Jahr 2017. Im Vordergrund standen neben ausführlichem Zahlenwerk die unverändert schwierige Personalsituation, das zunehmend respektlose Verhalten gegenüber Rettern und Helfern sowie die bundes- und landesweite Diskussion um den Rettungsdienst.

Zu insgesamt 34.294 Notfalleinsätzen wurde der DRK Rettungsdienst Freiburg im vergangenen Jahr gerufen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Steigerung von 15,79%. Rettungsdienstleiter Ralf Götz erklärte dies u.a. damit, dass Ärzte aufgrund langer Wartezeiten im Krankentransport auch immer wieder mal den Rettungswagen anfordern. Ebenso trägt ein zusätzlicher Rettungswagen im Hochschwarzwald dazu bei, dass mehr Einsätze gefahren werden können.

Die Einhaltung der Hilfsfrist, der gesetzlichen Vorgabe, dass in 95% aller Einsätze die Rettungsmittel innerhalb von maximal 15 Minuten am Notfallort eingetroffen sein müssen, lag mit 94,73% nur knapp unter der Vorgabe. Im Bereich der Notarzteinsätze konnte aufgrund einer erhöhten Einsatzzahl diese Frist mit 92, 71% weniger erfolgreich eingehalten werden.
In diesem Zusammenhang verwies DRK-Vorstand Wolfgang Schäfer-Mai darauf, dass die sogenannten Eintreffzeiten am Notfallort ein sehr positives Bild zeichnen. So dauert es beim DRK insgesamt 8 Minuten und 41 Sekunden bis ein Einsatzort erreicht wird. In der Aufschlüsselung ergeben sich folgende Zeiten: Notarzt: 8 Minuten, 31 Sekunden, RTW Freiburg: 8 Minuten, 04 Sekunden, RTW Kirchzarten und Breisach: 8 Minuten, 29 Sekunden und RTW Hochschwarzwald: 10 Minuten, 10 Sekunden.
Mit 1251 Einsätzen im Jahr 2017 verkürzten die gut ausgebildeten ehrenamtlichen „Helfer vor Ort“ die Zeit zwischen einem Notfall und der ersten medizinischen Versorgung mit qualifizierten Maßnahmen. Je schneller qualifizierte Maßnahmen durchgeführt werden, desto günstiger ist der Heilungsablauf und umso kürzer die nachfolgend notwendige Behandlungszeit.

Die schwierige Personalsituation des Rettungsdienstes ist einer Änderung in der Ausbildung vom bisherigen Rettungsassistenten zum künftigen Notfallsanitäter geschuldet. Der Wechsel in der Ausbildung wurde vom Gesetzgeber nicht fließend sondern abrupt gestaltet und hat eine erhebliche Lücke beim Nachwuchs der Retter gerissen. Die letzten Rettungsassistenten beendeten 2015 ihre Ausbildung. Im Jahr 2016 konnte kein einziger frisch ausgebildeter Notfallsanitäter eingestellt werden. Immerhin geht das DRK davon aus, dass sich dieses Problem in 1-2 Jahren durch die ausgebildeten Notfallsanitäter lösen wird. Derzeit bildet der DRK-KV Freiburg 12 Notfallsanitäter aus, im Oktober 2018 werden acht weitere Ausbildungsplätze hinzukommen.

Neben diesen aktuellen Entwicklungen präsentierte der Jahresrückblick 2017 aktuelles Zahlenmaterial:
Notfalleinsätze insgesamt: 45.723
Notarzteinsätze der Wachen Freiburg, Uniklinik, Breisach, Neustadt und Schluchsee: 11.656
Krankentransporte: 16.238
Hubschrauberalarmierungen: 1.976
Einsätze ehrenamtliche Helfer vor Ort (First Responder): 1.251

Autor: Ursula Schneider · Bild: Andre Zelck / DRK

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