Notfallnachsorgedienst
Die Psychosoziale Akuthilfe für Betroffene ist ein Angebot zur kompetenten, kurzfristigen Begleitung und Betreuung von Menschen in akuten Krisensituationen nach Alarmierung durch Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Der Notfallnachsorgedienst leistet Krisenintervention in der Regel für eine Zeitdauer von zwei bis vier Stunden.
- Begleitung und Betreuung von Betroffenen (beispielsweise durch da-sein, Schaffung eines geschützten Rahmens, Gespräche, situatives Ermöglichen und Begleiten bei der Abschiednahme von Verstorbenen, Berücksichtigung individueller Bedürfnisse)
- Information im Sachzusammenhang
- Aktivierung des sozialen Netzes
- Unterstützung und Hilfe bei organisatorischen Aufgaben
- Organisation weiterführender Hilfen
- Not-, Unglücksfälle und Gewalttaten (z.B. erfolglose Reanimation, Suizid, Verkehrsunfall)
- Massenanfall von Verletzten
- Großschadensereignisse, Katastrophen
Alle MitarbeiterInnen des Notfallnachsorgedienstes werden in einem mindestens 80 Unterrichtseinheiten umfassenden Lehrgang zum Kriseninterventionshelfer ausgebildet. Diese Qualifikation wird durch regelmäßige Fortbildungen sowie monatliche Teamtreffen und -coachings ergänzt.
Die Mitarbeit im Notfallnachsorgedienst erfolgt über ein Auswahlverfahren. Grundsätzliche Anforderungskriterien sind:
- Alter zwischen 23 und 65 Jahren
- Psychische und physische Stabilität und Belastbarkeit
- Soziale und emotionale Kompetenz
- Fähigkeit zur Empathie
- Bereitschaft zur längerfristigen ehrenamtlichen Mitarbeit
- Bereitschaft zur Aus- und Fortbildung sowie Supervision
- Identifikation mit den Grundsätzen des Roten Kreuzes
A N S P R E C H P A R T N E R / I N N E N